Die Ausgangslage
Von Anfang an war klar: Meine Energie fliesst vor allem in den Servicebereich Cybersicherheit. Eine Kundenbasis war vorhanden, sie sollte aber deutlich wachsen.
Die Analyse mit der Google Search Console und ahrefs zeigte das Problem: Der noch junge Bereich Cybersecurity hatte in den Suchresultaten kaum Sichtbarkeit.
1. Fachblogs für Sichtbarkeit in Cybersecurity
Am allerersten Tag der Zusammenarbeit kam ich mit einer Liste von 15 Blogvorschlägen. Wir haben sie gemeinsam mit dem Bereichsleiter Cybersicherheit besprochen und priorisiert.
Seither schreibe ich Fachblogs im Ghostwriting. Anfangs in enger Abstimmung mit dem Marketingleiter, später zunehmend direkt mit dem Bereichsleiter Cybersicherheit:
- Laufende Publikation von Fachblogs zu Cybersecurity, mit Recherche und direktem Austausch mit dem Serviceleiter.
- Bestehende Blogbeiträge aktualisieren und die interne Verlinkung zwischen Blog und Verkaufsseiten verstärken.
- Indexierung mit der Google Search Console sicherstellen und überwachen.
- Rankings im Vergleich zu Konkurrenzwebsites beobachten.
Resultat: Erste Rankings in den Google-Suchresultaten zum Thema Cybersicherheit, inklusive Featured Snippets.
Entscheidend dafür ist die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich. Der Serviceleiter Cybersicherheit versteht Content Marketing, nimmt Ratschläge an und hilft mit voller Kraft mit. Genau diese Verbindung zwischen Marketing und Fachabteilung ist die Voraussetzung für wirksames Content Marketing.
2. Webinar mit doppelt so vielen Anmeldungen
Das Live-Webinar «Microsoft Defender Bootcamp» vom März 2025 verzeichnete +100 % Anmeldungen. Den inhaltlichen Aufbau und vor allem das Copywriting der Anmeldeseite habe ich stark geprägt.
Aus über 25 eigenen Live-Webinaren mit jeweils 150 bis 300 Teilnehmenden wusste ich, welche Änderungen schnell wirken:
- Den Microsoft Defender explizit als zentrales Tool benennen, statt allgemeiner Bezeichnungen.
- Titel und Beschreibung, die Inhalte und Mehrwert klar und konkret benennen, mit Techniken des persuasiven Schreibens.
- Die Webinar-Story direkt mit Referent und Host im Vorbereitungsmeeting aufbauen.
- Beim Aufsetzen der Webinar-Infrastruktur und beim Testing mithelfen, Best Practices für Aufbau, Ablauf und Follow-up vermitteln.
Besonderer Erfolg: Das Webinar zog den IT-Leiter einer der bekanntesten Schweizer Marken an. Er hat sich angemeldet und ist damit Teil des E-Mail-Verteilers geworden.
3. Content Marketing in der Geschäftsleitung verankern
Auf meinen Vorschlag hin haben wir einen Termin bei CEO Erich Steiner beantragt. Das Ziel: das Content Marketing strategisch in der Unternehmensführung verankern und das Fundament für eine Content-Marketing-Kultur legen.
Ohne diese Verankerung funktioniert die Marketingabteilung eines IT-Dienstleisters nicht richtig. Die Marketingleute stossen in den Fachabteilungen auf Widerstand. Statt Wissen und Projekterfahrungen einzubringen, vertrösten die Fachleute auf später, führen Grundsatzdiskussionen über den Sinn von Marketing oder blocken ganz ab. Ein weit verbreitetes Problem, das auch bei first frame networkers spürbar war.
Was ich im CEO-Meeting aufgezeigt habe
Im Meeting mit Marketingleiter Jörg Koch und CEO Erich Steiner habe ich die Zusammenhänge erklärt:
- Marketingziele müssen in die operative Geschäftsführung integriert und über die Organigrammstufen bis in die Mitarbeitergespräche kaskadiert werden.
- Problematik und Symptome aufgezeigt und erklärt.
- Ein damals aktuelles Beispiel gezeigt, bei dem die fehlende Kultur zu massivem Mehraufwand geführt hatte.
- Die Zusammenarbeit im Cybersecurity-Bereich als Best-Practice-Beispiel ins Feld geführt.
Was der CEO beschlossen hat
Den Lösungsvorschlag hatte ich vorab entwickelt und mit Jörg Koch abgestimmt. Wir haben ihn dem CEO gepitcht, er hat ihn überzeugt:
- Das Mitwirken am Content Marketing wird von der obersten Stelle vorgelebt: 2025 erscheinen quartalsweise CEO-Blogs.
- Dazu vier konkrete Themenvorschläge mit messbaren Qualitätskriterien.
- Als wichtigster Hebel macht CEO Erich Steiner die fertigen Blogs intern persönlich sichtbar.
Der erste CEO-Blog schlägt Wellen
Beim ersten CEO-Blog durfte ich Erich Steiner unterstützen. Jörg Koch hat Koordination und Termine sichergestellt.
Im Beitrag blickt Erich Steiner auf die ISO-27001-Zertifizierung zurück, die das Unternehmen vier Jahre zuvor erlangt hatte. Kritisch und ehrlich nennt er Zahlen und gewährt Einblick in den grossen Aufwand. Das Thema stammte aus den vorgeschlagenen Themen und folgte eng den vereinbarten Qualitätskriterien.
Der LinkedIn-Beitrag dazu erzielte rund 7’000 Impressions und über 100 Likes. Den Post hat Marketingleiter Jörg Koch verfasst.
Wie vereinbart hat Erich Steiner sein Mitwirken am Content Marketing intern sichtbar gemacht und den Blogbeitrag im internen Newstool geteilt.